Unternehmernachfolge privat regeln: Warum ein Testament allein nicht reicht

Shownotes

In dieser Folge erfahren Sie:

  • Warum Unternehmernachfolge kein Standard-Erbfall ist
  • Wann ein Testament allein nicht reicht
  • Welche Fehler bei Unternehmerfamilien besonders teuer werden
  • Wie Pflichtteil, Liquidität und Gesellschaftsverträge zusammenhängen
  • Was eine tragfähige Nachfolgestruktur ausmacht

Weiterführende Inhalte von protego legal: Berliner Testament: Nachteile und Alternativen Pflichtteil: Wann Kinder trotz Testament erben Pflichtteil und Erbschaftsteuer: Was Enterbte wissen müssen Gesellschaftsrecht bricht Erbrecht: Stolperfallen bei der Unternehmensnachfolge Der Familienpool: Vermögen, Kontrolle, Generationen Scheidungsklausel im Familienpool Nießbrauch bei der GmbH Erbschaftsteuer optimieren für Unternehmer Vermögen im Erbfall vor dem Finanzamt schützen

Ergänzende Hintergrundlinks: Betriebsaufspaltung (Wikipedia) GmbH & Co. KG (Wikipedia): Notar in Deutschland (Wikipedia):

Beratung zur Unternehmernachfolge: protego legal PartGmbB | www.protego.legal | Tel. 0681-933 55 60

Transkript anzeigen

00:00:00: Stellen Sie sich einfach mal folgendes Szenario vor.

00:00:03: Ein Unternehmer verbringt dreißig, vielleicht sogar vierzig Jahre seines Lebens damit sein absolutes Lebenswerk aufzubauen.

00:00:10: Er optimiert über diese ganzen Jahrzehnte wirklich jeden einzelnen Geschäftsprozess.

00:00:16: Er sichert sich und also seine Firma gegen jeden noch so klein Markttrend ab?

00:00:21: Ja genau er kennt jede Kennzahl!

00:00:23: Absolut

00:00:24: jede Kennzahl in-und auswendig.

00:00:26: Und dann nach all diesen Jahrzehnten der harten Arbeit Na ja, schlaflosen Nächte und dieser Perfektion.

00:00:33: Da reicht dein einziges eigentlich gut gemeinte Standard Testament aus um genau dieses Lebenswerk buchstäblich über Nacht an den Rand der Insolvenz zu

00:00:42: treiben.".

00:00:42: Ja das ist ein Bild dass auf den ersten Blick vielleicht etwas überzeichnet wirkt aber das ist unsere Realität.

00:00:50: Also wirklich etwas das oft passiert?

00:00:53: Wer an das Thema Erbendingt, der hat ja meistens so das klassische Elternhaus vor Augen oder?

00:00:59: Vielleicht familiären Schmuck oder ein Aktiendepot.

00:01:03: Die klassische... Private Situation

00:01:05: halt.

00:01:05: Richtig, aber wir sehen in der Praxis eben immer wieder ein Unternehmen zu vererben das folgt völlig anderen geradezu genadenlosen Gesetzen.

00:01:16: Das Lebenswerk zu schützen erfordert eine ganz andere strategische Tiefe als diese private Nachlassplanung

00:01:24: und dass ist genau der Punkt den wir in diesem Diebdive heute In aller Ausführlichkeit aufdrüsseln werden.

00:01:29: unbedingt

00:01:30: unsere Mission für dieser heutige Analyse ist es nämlich Ganz ruhig, verständlich und vor allem ohne dieses unnötige juristische Kauderwäldsch zu ergründen.

00:01:40: Warum die Unternehmernachfolge strukturell so massiv von einem normalen Erpfall

00:01:45: abweicht?

00:01:46: Ja das ist eine ganz wichtige Differenzierung!

00:01:48: Aus unserer Erfahrung mit mehreren tausend Erpfällen wissen wir nämlich eines ganz genau Gerade bei Inhabern von Betrieben, bei Gesellschaften oder Eigentümern komplexer Immobilienstrukturen.

00:01:59: Da wird das Thema oft völlig isoliert betrachtet.

00:02:03: Man macht halt einen Testament und hakt die Sache ab Und das ist der größte Hebel für eine absolute Katastrophe.

00:02:11: Da sprechen sie wirklich den wunden Punkt an, wenn man das private Vermögen die gewachsene Gesellschaftsstruktur dann noch die psychologischen Dynamiken innerhalb der Familie und das Steuerrecht nicht als ein einziges untrennbar zusammenhängendes Konstrukt betrachtet.

00:02:25: Was passiert denn?

00:02:26: Na ja, dann baut man im Grunde einen Zünder in sein eigenes Lebenswerk ein.

00:02:30: Wahnsinn!

00:02:31: Deshalb richten wir uns heute auch ganz direkt an Sie als Unternehmer, als Gesellschafter, als Inhaberkomplexer Vermögenswerte.

00:02:39: Wir mischten Ihnen heute einen verlässlichen Fahrplan durch dieses absolute Labyrinth aus Erbrecht, Gesellschaftsrecht und Steuern an die Hand geben.

00:02:48: Und da gibt es ja einige Fallen?

00:02:49: Absolut!

00:02:50: Lassen Sie uns direkt bei dem Mechanismus ansetzen den wir intern oft den System Crash nennen.

00:02:58: Da drängt sich mir nämlich sofort eine logische Frage

00:03:01: auf.

00:03:01: Schießen Sie los!

00:03:02: Wenn ich als Unternehmer zu einem Notargehe ein formgerechtes Testament aufsetze und darin wirklich unmissverständlich formuliere, wer nach meinem Tod meine Firma bekommt dann ist dieser letzte Wille doch rechtlich absolut bindend oder nicht?

00:03:17: Die kurze für viele sehr schmerzhafte Antwort lautet da leider nein

00:03:24: Nicht zwingend.

00:03:24: Nein!

00:03:25: Hier greift ein eisernes unumstößliches Prinzip der deutschen Rechtsordnung, man kann es auf einen sehr kurzen Satz herunterbrechen nämlich Gesellschaftsrecht bricht Erbrecht.

00:03:36: Okay das müssen wir genauer beleuchten.

00:03:40: ich formuliere als Erblasser meinen letzten Willen.

00:03:43: Ich setze ganz klar meinen Erben ein aber dass gesellschaftsrecht wischt diesen will.

00:03:48: einfach so bei Seite.

00:03:50: Ganz genau.

00:03:51: Der Wille im Testament kann noch so brillant und glasklar formuliert sein.

00:03:56: Wenn diese testamentarische Regelung den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags ihres Unternehmens widerspricht, dann läuft das Testament komplett ins Leere.

00:04:05: Wahnsinn!

00:04:05: Ja der Gesellschafts Vertrag ist schlichtweg das stärkere Recht.

00:04:09: Das erinnert mich ein bisschen an ein technisches Bild.

00:04:11: Das ist im Grunde so als würde ich eine brandneue unfassbar teure Software kaufen.

00:04:17: Das wäre also mein Testament.

00:04:20: Ich versuche diese Software zu installieren.

00:04:22: Aber das Betriebssystem meines Rechners, also quasi der Gesellschaftsvertrag der Firma blockiert diese Installation von Grund auf.

00:04:29: Genau!

00:04:30: Die beiden Codes sind einfach nicht kompatibel und das gesamte System stürzt

00:04:35: ab.

00:04:36: Diese Analogie trifft den Kern der Sache wirklich perfekt.

00:04:39: um das vielleicht mal etwas greifbarer zu machen lassen sie uns doch mal ein klassisches Praxisbeispiel durchspielen.

00:04:44: gerne

00:04:45: eine Konstellation die wir so oder so ähnlich extrem häufig sehen.

00:04:49: Stellen Sie sich also einen Familienvater vor, Innerhabe eines florierenden mittelständischen Betriebs.

00:04:55: Klassischer Mittelstand?

00:04:56: Genau!

00:04:57: Er hat drei Kinder, er hat sich das alles extrem gut überlegt und möchte das einbestimmtes Kind sagen wir die Tochter ist fähig, die arbeitet ohnehin schon seit Jahren super erfolgliche Management mit dass sie den Betrieb komplett fortführt.

00:05:09: Okay...und die anderen beiden?

00:05:11: Die zwei anderen Kinder sind eben nicht im Unternehmen aktiv, sie sollen aber natürlich fair berücksichtigt werden und finanziell dann aus dem Privatvermögen abgefunden werden.

00:05:20: Klingt nach nem fairen Plan?

00:05:21: Absolut!

00:05:22: Er schreibt das auch exakt so in sein Testament.

00:05:25: also meine Tochter wird allein Ärbeln.

00:05:26: meiner Firmenanteile?

00:05:28: Ja, das klingt nach einem sauberen Schnitt.

00:05:30: eine Person übernimmt das Ruder die Anderen werden kompensiert.

00:05:34: wo ist er der Haken?

00:05:35: Der Haken isst das alte Betriebssystem.

00:05:37: um jetzt mal in ihrem Bild zu bleiben Die bestehende Struktur des Unternehmens ist gesellschaftsrechtlich überhaupt nicht auf diesen Plan der Tochter abgestimmt.

00:05:46: Wie kann das aussehen?

00:05:47: Nehmen wir mal an, dass Unternehmen eine Kommanditgesellschaft, also eine KG.

00:05:52: Der Gesellschaftsvertrag stammt vielleicht noch aus den späten siebziger oder achtziger Jahren

00:05:56: Also als der Vater oder vielleicht sogar der Großvater, das damals gegründet hat.

00:06:00: Genau Und damals war es eben absolut üblich, sehr restriktive Nachfolgeklauseln in diese Verträge einzubauen.

00:06:07: Einfach um die Firma vor Zerspilterung zu schützen.

00:06:10: Verstehe!

00:06:12: Was steht da dann drin?

00:06:14: Oft finden wir in solchen alten Dokumentensätze wie im Falle des Todes eines Gesellschafts, das dürfen nur männliche Nachkommen in die Gesellschaft eintreten.

00:06:24: Ja, oder ein noch häufigerer Mechanismus.

00:06:26: Der Anteil des Verstorbenen wächst automatisch den verbliebenen Mitgesellschaftern an.

00:06:31: Moment moment!

00:06:33: Wenn ich das jetzt logisch weiterdenke – das hieße ja die Tochter, die als Alleinerben der Firma im Testament steht tritt ihr Erbe an und steht gesellschaftsrechtlich betrachtet plötzlich vor verschlossenen Türen.

00:06:44: Exakt!

00:06:44: Sie bekommt die Firma gar nicht.

00:06:47: Das Erb riecht prallt förmlich am Gesellschaftsvertrag ab.

00:06:51: Die Tochter wird rechtlich gar nicht gesellschafterin, weil der Vertrag sie schlichtweg nicht zulässt!

00:06:56: Oder weil der Anteil eben längst anderweitig verteilt wurde etwa an die Onkel, die da noch mitgesellschafter sind?

00:07:01: Das ist ja der absolute Albtraum...

00:07:03: ...das Testament das die Tochter ja eigentlich zur Chefin machen sollte….

00:07:08: …ist in diesem spezifischen Punkt schlicht weg wirkungslos – nichts wert.

00:07:16: Die Tochter, die den Betrieb leiten sollte steht komplett ohne Firma da.

00:07:20: Das Lebenswerk geht in die Hände der Mitgesellschafter Aber das löst doch eine riesige Kettenreaktion aus.

00:07:28: Oh ja!

00:07:28: Das tut es.

00:07:30: Was passiert denn jetzt mit den anderen beiden Kindern?

00:07:32: Laut dem gescheiterten Testament sollten die eigentlich mit den Anderen Vermögenswerten abgefunden werden.

00:07:37: Richtig

00:07:39: Da das Hauptvermögen also die Firma nun eine ganz andere Richtung genommen hat.

00:07:43: Da stimmt doch die ganze wirtschaftliche Balance der Familie überhaupt nicht mehr, oder?

00:07:47: Und genau das ist der Moment in dem die familiäre Situation meist vollständig eskaliert.

00:07:53: Glaube ich sofort!

00:07:54: Das geplante Konstrukt der väterlichen Nachfolge ist quasi in sich zusammengebrochen... Die Tochter bekommt wenn es gut läuft von den Mitgesellschaftern nur einen vertraglichen Abfindungsanspruch

00:08:06: und er ist wahrscheinlich nicht so hoch wie der Firmenwert.

00:08:09: Genau, der liegt durch diese alten Klauseln oft weit unter dem wahren aktuellen Wert der Firma.

00:08:15: Und die Geschwister?

00:08:17: Die wehen natürlich dass die Verteilung hinten und vorne nicht mehr stimmt.

00:08:20: Die

00:08:20: fühlen sich benachteiligt!

00:08:21: Natürlich – sie machen dann ihre gesetzlichen Rechte geltend….

00:08:25: Der Familienfrieden ist komplett zerstört... ...und das Unternehmen selbst …das ist durch diesen Streit oft monatelang handlungsunfähig.

00:08:33: Puh Das führt uns direkt zu einer logischen Folgefrage Wenn dieses Testament durch das Gesellschaftsrecht einfach so blockiert wird und die weichenden Kinder eben nicht das bekommen, was ursprünglich geplant war.

00:08:46: Dann pocht es gesetzt doch auf so einen Mindestanteil für die direkten Nachkommen oder?

00:08:51: Und da sind wir bei dem Thema dass vielen Unternehmern glaube ich sofort den Puls in die Höhe treibt der Pflichtteil.

00:08:58: Absolut!

00:08:59: Der Pflichtteil ist der absolute Dreh-und Angelpunkt an dem unsauber geplante Unternehmensnachfolgen scheitern.

00:09:07: Warum ist der so mächtig?

00:09:09: Naja, das Deutsche Erbrech hat eben eine ganz klare Schutzfunktion für die engsten Familienangehörigen.

00:09:15: Also in der Regel Kinder und Ehegarten.

00:09:19: Man kann diese Personen nicht einfach durch einen Testament quasi ausschlöschen ohne dass sie finanzielle Ausgleichsansprüche gelten machen können

00:09:26: Verstehe.

00:09:27: Und hier wird es für Unternehmen eben extrem gefährlich Insbesondere dann wenn man sich als Unternehmer auf scheinbar bewährte Standardlösungen verlässt.

00:09:37: Da muss ich kurz reingreschen.

00:09:38: Gerne!

00:09:39: Mit Standardlösungen meinen Sie vermutlich das bekannte Berliner Testament?

00:09:43: Ganz

00:09:43: genau,

00:09:44: aber das ist doch eigentlich der absolute Standard in Deutschland um den überlebenden Ehepartner abzusichern.

00:09:50: Mama und Papa setzen sich da gegenseitig zu Alleinerben ein und die Kindererben erst wenn beide Elternteile verstorben sind.

00:09:58: Warum sollte das für Unternehmer plötzlich der völlig falsche Weg sein?

00:10:01: Weil der Kontext bei Unternehmern ein völlig anderer ist.

00:10:05: Inwiefern?

00:10:06: Für einen Ehepaar dessen Vermögen aus einem abbezahlten Einfamilienhaus und sagen wir mal, einem soliden Sparkonto besteht – da ist das Berliner Testament ein wirklich hervorragendes Instrument!

00:10:19: Okay.

00:10:19: Für Inhaber von Betriebsvermögen ist es jedoch oft ein direkter Weg in die Liquiditätskrise.

00:10:25: Aha.

00:10:26: Wieso?!

00:10:27: Wenn sich die Eltern gegenseitig zu Alleinerben einsetzen, dann bedeutet das juristisch für den ersten Erbfall eines beim Tod des ersten Elternteils sind die Kinder rechtlich gesehen enterbt.

00:10:39: Das besamte Vermögen geht ja zunächst komplett an den überlebenden Ehegatten und exakt Dieser formale Akt der Enterbung, der löst bei den Kindern einen sofortigen Pflichtteilsanspruch aus.

00:10:52: Und da liegt das Problem vermutlich in der Art und Weise wie dieser Pflichtteil dann erbracht werden muss?

00:10:58: Ein Pflichttal bedeutet ja nicht dass die Kinder dann plötzlich zehn Prozent der Maschinen aus der Werkstatt holen oder fünfzehn Prozent der Firmenanteile fordern können.

00:11:07: Richtig!

00:11:08: Der Pflicht Teil ist im deutschen Recht immer – und zwar wirklich ausnahmslos ein reiner Geldanspruch

00:11:15: Inbar.

00:11:15: Er muss in Bar ausgezahlt werden.

00:11:18: Und das eben sofort nach geltendem Machen

00:11:21: Das bringt die Tragweite dieses Mechanismus ja genau auf den Punkt.

00:11:25: Ein gesundes mittelständisches Unternehmen, das ist ja keine Bank.

00:11:28: Nein absolut nicht!

00:11:29: Das Vermögen eines Unternehmers ist doch hochgradig gebunden.

00:11:33: Das Kapital steckt in den CNC-Fräsen In den riesigen Lagerhallen im Fuhrpark In den ganzen wahren Beständen und Grundstücken Eben.

00:11:42: Wenn jetzt die Kinder, ob aus enttäuschter Erwartung im Streit oder vielleicht einfach aus einer eigenen finanziellen Notlage heraus ihren Pflichtteil in Bar vom überlebenden Elternteil oder vom neuen Firmenchef einfordern dann entziehen sie dem System doch sofort die Liquidität.

00:11:58: Genau das passiert!

00:11:59: Ich stemme deshalb vor wie bei einem Gengar-Turm.

00:12:02: Gutes Bild.

00:12:02: Das Unternehmen ist diese hoch aufgetumpte Holzblock Die Maschinen, das Inventar alles greift irgendwie ineinander.

00:12:10: Wenn ich jetzt unten einen ganz dicken Holzblock, also die Liquidität gewaltsam herausziehe um diese Pflichtteile bar auszuzahlen dann wird der ganze Turm extrem instabil.

00:12:21: Eine sehr sehr treffende Beobachtung und in der Praxis sieht dieser kollabierende Jenga-Turm dann meistens so aus Die Hausbank spielt bei der Nachfinanzierung oft gar nicht mit.

00:12:32: Warum nicht?

00:12:33: Weil der plötzliche Tod des Gründers oder der Gründerin ohnehin schon für enorme Unruhe im Reiting der Bank gesorgt hat.

00:12:41: Das Unternehmen wird also plötzlich gezwungen, kurzfristig Kredite zu extrem schlechten Konditionen aufzunehmen.

00:12:48: Oder

00:12:48: – und das ist eigentlich noch desaströser – es müssen essentielle Unternehmensteile im Notverkauf veräußert werden!

00:12:56: Da wird dann eine wichtige Produktionshalle weit unter Wert abgestoßen nur um die klagenden Geschwister irgendwie auszuzahlen….

00:13:04: Das heißt, das Lebenswerk wackelt nicht nur.

00:13:06: Es fällt im schlimmsten Fall wirklich um.

00:13:08: Ganz genau!

00:13:09: Und dass alles nur weil der Pflichtteil bei dieser vermeintlich einfachen Planung übersehen wurde?

00:13:15: Wahnsinn...das Geld fließt also völlig unkontrolliert aus dem Unternehmen ab, um familiäre Ansprüche irgendwie zu befriedigen.

00:13:22: Ja Aber die enttäuschte Verwandtschaft ist im Erbfall oft nicht die einzige Partei, die da sofort Forderungen

00:13:28: stellt oder?

00:13:29: Oh nein, definitiv nicht.

00:13:31: Es gibt dann auch einen sehr stillen Teilhaber, der sich bei so einem Generationenwechsel eigentlich unweigerlich meldet – das Finanzamt.

00:13:38: Das

00:13:38: Finanzamtsitz bei Unternehmerfamilien im Erbfall immer mit am Tisch ist eine völlig unumstößliche Tatsache und das betrifft eben nicht nur die klassische Erbschaftssteuer an, die die meisten ja vielleicht sofort denken.

00:13:50: Lassen Sie uns hier mal auf einen extrem gefährlichen Mechanismus schauen!

00:13:54: Einen Begriff, den viele Unternehmer vielleicht mal so beiläufig von ihrem Steuerberater gehört haben.

00:13:59: Dass ein Sprengkraft-Tier aber in der Nachfolge massiv unterschätzen die sogenannte Betriebsaufspaltung.

00:14:04: Ein Riesenthema.

00:14:05: Um

00:14:05: zu verstehen warum das so extrem gefährlich ist müssen wir glaube ich kurz klären worum Unternehmer dieses Konstrukt überhaupt nutzen.

00:14:11: Können Sie das kurz umreißen?

00:14:12: Sehr gerne!

00:14:13: Die Betriebesaufspaltung entsteht historisch betrachtet fast immer aus einem völlig legitim bedürfnis nachhaftungs beschränkungen

00:14:20: Okay

00:14:21: Ein kluger Unternehmer trennt einfach Das wirtschaftliche Risiko.

00:14:25: Er gründet eine operative Gesellschaft, typischerweise ist das nur GmbH.

00:14:31: Diese Gesellschaft betreibt dann das eigentliche Kerngeschäft, stellt die Angestellten ein, schließt Verträge ab und trägt eben das volle wirtschaftlich- und haftungsrechtliche Risico des Marktes.

00:14:42: Logisch!

00:14:43: Wenn die Geschäfte richtig schlecht laufen geht im schlimmsten Fall die Gmbh in die Insolvenz.

00:14:48: Genau.

00:14:49: Aber der Unternehmer möchte natürlich verhindern, dass in so einem Fall auch das wertvolle Betriebsgrundstück oder die teure Produktionshalle, die er über Jahrzehnte mühsam abbezahlt hat, in die Insolvenzmasse fallen.

00:15:00: Exakt!

00:15:00: Das ist der Punkt.

00:15:01: Deshalb behält er die wertvollen Immobilie entweder in seinem Privatvermögen oder er verlagert sie in eine separate Besitzgesellschaft zum Beispiel eine Vermögensverwaltende GmbR?

00:15:13: Diese Besitzgesellschaft vermietet oder verpachtet die Immobilie dann einfach an die eigene operative GmbH.

00:15:20: Okay, das ist schlau!

00:15:21: Ist es auch?

00:15:22: Und solange derselbe Unternehmer- oder dieselbe Personengruppe bei beiden Gesellschaften den entscheidenden Einfluss hat – also eine sogenannte personelle und sachliche Verflechtung besteht -, da ist das Finanzamt absolut zufrieden.

00:15:35: Das heißt steuerlich?

00:15:37: Steuerrechtlich wird dieses Gebilde aus Besitz und Betrieb als ein einziger Einheitlicher Gewerbebetrieb behandelt.

00:15:44: Das ist die ganz klassische Betriebsaufspaltung.

00:15:46: Okay, das Konzept ist klar Haftung minimiert steuerlich sauber strukturiert.

00:15:52: aber jetzt tritt der Erbfall ein.

00:15:54: Ja und da wird es spannend.

00:15:55: Der Unternehmer verstirbt und hat sich in seinem Testament eigentlich was ganz Gutes überlegt.

00:16:02: er denkt sich ich möchte mein Erbe fair aufteilen.

00:16:05: Kind A ist ohnehin im Betrieb aktiv Und erbt daher die operative GmbH hat mit dem Geschäft gar nichts am Hut, ist aber eher sicherheitsorientiert und erbt daher das reine Betriebsgrundstück um es dann künftig an die GmbH von Kind A zu vermieten.

00:16:21: So hat jeder seinen fairen Teil

00:16:24: Und in exakt der Sekunde, in der dieser Erbfall eintritt löst genau dieses Testament eine steuerliche Kernschmelze aus.

00:16:33: Was?

00:16:34: Warum?

00:16:35: Durch diese gewählte Aufteilung bricht die personelle Verflechtung ab.

00:16:40: Kind A beherrscht ab sofort die operative GmbH, kind B beherrscht aber isoliert die Immobilien.

00:16:50: Richtig!

00:16:51: Es ist nicht mehr dieselbe Person oder Personengruppe, die beide Einheiten gemeinsam kontrollieren und für das Finanzamt ist die Betriebsaufspaltung in genau diesem Moment formell beendet.

00:17:04: Das klingt jetzt technisch erstmal nach so einem reinen Formalismus.

00:17:07: Warum ist die Beendigung dieser Betriebsaufspaltung denn eine derartige Katastrophe?

00:17:12: Weil das Steuerrecht, die Bewendigung einer Betriebaufspaltung in der Regel als sogenannte Betriebesaufgabe wertet.

00:17:21: Der Fiskus argumentiert, quasi der einheitliche Gewerbebetrieb hat aufgehört zu existieren.

00:17:27: Die Besitzeinheit wird in das reine Privatvermögen überführt und die Konsequenz aus dieser Fiktion ist wirklich atemberaubend.

00:17:35: Sämtliche sogenannten stillen Ressersen der Immobilie müssen in diesem Moment vollaufgedeckt und versteuert werden.

00:17:42: Okay, warten Sie, lassen sie uns das mal kurz durchrechnen.

00:17:45: Um die Wucht wirklich zu begreifen nehmen wir an der Unternehmer hat das Grundstück vor dreißig Jahren für umgerechnet zweihunderttausend Euro gekauft und heute ist es durch die Superlage und die allgemeine Marktentwicklung sagen wir vier Millionen Euro wert.

00:17:59: Realistische Szenario.

00:18:01: Dann

00:18:01: sind diese drei Komma acht Millionen Euro Differenz, diese stillen Reserven.

00:18:05: richtig exakt.

00:18:06: war das Finanzamt nun durch dieses Testament eine Betriebsaufgabe fingiert müssen Diese drei Kommaa acht Millionen euro Wertsteigerung plötzlich voll als Gewinn versteuert werden?

00:18:16: und dass Obwohl Kind B Das Grundstück nur geerbt hat und ist einfach weiter vermietet.

00:18:22: da Ist doch kein einziger Euro an frischen Verkaufserlös geflossen

00:18:26: dem Steuerrecht an dieser Stelle völlig gleichgültig.

00:18:28: Es handelt sich um einen fiktiven Verkauf, der rein auf dem Papier stattfindet!

00:18:33: Wahnsinn.

00:18:34: Aber die Einkommenssteuerlast, die daraus entsteht und wir sprechen hier von massiven Beträgen an Einkommensteuer zusätzlich zu einer eventuellen Erbschaftssteuer – diese Steuerlast ist absolut real!

00:18:45: Und sie ist sofortfällig.

00:18:46: Das heißt, die Erben müssen das direkt zahlen?

00:18:48: Die

00:18:48: Erbe müssen Millionenbeträge an das Finanzamt überweisen für einen Wertzuwachs den Sie nie auf Ihrem Bankkonto gesehen haben.

00:18:55: Auch hier kollabiert also wieder der Jenga-Turm.

00:18:58: Genau Oft muss die Immobilie dann tatsächlich Zwangsverkauft oder das Unternehmen im schlimmsten Fall liquidiert werden, nur um diese völlig unerwartete Steuerschuld zu begleichen.

00:19:08: Ein so unscheinbarer Formfehler in der Aufteilung des Nachlasses vernichtet so generationenübergreifend unglaubliches Vermögen.

00:19:22: Ja, das ist oft schwer verdaulich.

00:19:23: Ein scheinbar wasserdichtes Testament wird vom alten Gesellschaftsvertrag quasi außer Kraft gesetzt.

00:19:31: Die gut gemeinte Absicherung des Ehepartners im Berliner Testament löst diese absolut tödliche Pflichtteilslawine aus die der Firma die Danze Liquidität entzieht.

00:19:42: und der absolut faire Versuch Immobilien-und Firmenanteile unter den Kindern aufzuteilen führt in die Betriebsaufspaltung und vernichtet Millionen an Steuern.

00:19:51: Das fasst es leider perfekt zusammen.

00:19:54: Da stellt sich mir jetzt die absolut zwingende Frage, wie baut man denn diese Architektur einer Nachfolge so auf?

00:20:01: Dass sie dem Gesellschaftsrecht der Familie und dem Finanzamt gleichermaßen standhält?

00:20:06: Das entscheidende Parallikmal lautet hier ganz klar weg von der reinen Nachlassplanung nach dem Tod hin zur strukturierten sogenannten vorweggenommenen Erbfolge zu Lebzeiten.

00:20:17: Das heißt, man muss schon viel früher ansetzen!

00:20:20: Absolut.

00:20:21: Man muss rechtssichere Gefäße schaffen.

00:20:25: Eines der elegantesten und wirklich wirkungsvollsten Instrumente, das wir in der Gestaltung nutzen ist die

00:20:33: Familiengesellschaft.

00:20:34: Genau!

00:20:35: In der Praxis oft auch als Familienpool bezeichnet.

00:20:38: klassischerweise dann organisiert in der Rechtsform einer GmbH- und CoKG

00:20:43: Ein Familienpool.

00:20:45: Viele unserer Zuhörer kennen und nutzen ja Firmenholdings oder vermögensverwaltende Strukturen für ihre privaten Immobilien.

00:20:53: Wie genau hilft uns dieser Mechanismus, wenn wir über die Nachfolge im operativen Betrieb und das dazugehörige Vermögen sprechen?

00:21:00: Das Prinzip ist eigentlich ähnlich strategisch!

00:21:04: Der Unternehmer bringt sein wesentliches Vermögan – also die operative Unternehmensanteile, die wertvollen Betriebsgrundstücke vielleicht auch Wertpapierdepots in diese neu gegründete Familiengesellschaft ein.

00:21:17: Das Vermögen gehört ab diesem Moment rechtlich nicht mehr dem Unternehmer als Privatperson, sondern der Gesellschaft.

00:21:24: Und was ist daran jetzt der große Vorteil?

00:21:26: Der entscheidende strategische Hebel ist nun der folgende.

00:21:29: Der Unternehmer kann schrittweise und hochgradig kontrolliert Anteile an genau dieser Familiengesellschaft an seine Kinder oder auch Enkelkinder übertragen.

00:21:42: Nicht nur aus reiner Großzüglichkeit, sondern das hat einen massiven steuerlichen Hintergrund.

00:21:46: Ich vermute mal, dass Zauberwort heißt hier Erbschaft- und Schenkungssteuerfreibetrag.

00:21:51: Richtig!

00:21:51: Ganz genau.

00:21:53: Ohne uns jetzt hier in irgendwelchen konkreten Berechnungsbeispielen für Einzelfälle zu verlieren sind die Grundregeln des Steuerrechts ein wirklich mächtiges Werkzeug.

00:22:01: Wie funktionieren sie?

00:22:02: Jedem Kind steht nach aktueller Rechtslage alle zehn Jahre ein eigener persönlicher steuerlicher Freibetragt zu.

00:22:09: Alle zehn Jahre neu

00:22:10: Genau alle zehn Jahre.

00:22:12: Und durch diese Struktur des Familienpools können wir alle zehn jahre Unternehmens- oder Immobilienwerte völlig steuerfrei auf die nächste Generation

00:22:22: abschichten.".

00:22:23: Das leppert sich natürlich über die Jahre!

00:22:25: Eben, wer früh genug damit beginnt nutzt diese Freibeträge im Laufe der Jahrzehnte mehrfach und das Steuerrecht bietet hier bei der Übertragung von Gesellschaftsanteilen noch weitere sehr tiefe Gestaltungsmöglichkeiten.

00:22:38: Ein gutes Stichwort ist hier der Niesbrauch.

00:22:41: Ah, den Nies-Brauch kennen viele unserer Hörer sicher aus dem privaten Immobilienbereich.

00:22:46: also die Eltern schenken das Haus an die Kinder lassen sich aber ein lebenslanges unentgeltliches Wohnrecht ins Grundbuch eintragen.

00:22:53: Genau das Prinzip.

00:22:55: Aber wie wendet man diesen Nies Brauch auf Gesellschaftsanteile an?

00:22:59: Ich kann ja schlecht in einem Firmenanteil wohnen?

00:23:01: Nein, das können Sie nicht!

00:23:02: Aber sie können die Erträge daraus ziehen.

00:23:05: Beim Vorbehaltsniesbrauch an Gesellschaftsanteilen übertragen sie das Eigentum, am Familienpool auf die Kinder.

00:23:14: Aber Sie behalten sich vertraglich das Recht vor, weiterhin Gewinne und Ausschüttungen aus diesen Anteilen zu kassieren.

00:23:23: Das ist clever!

00:23:23: Und steuerlich?

00:23:25: Der steuerliche Clou dabei ist, dass der Kapitalwert dieses zurückbehaltenen Nutzungsrechts vom eigentlichen Wert der Schenkung abgezogen wird.

00:23:35: Massiv.

00:23:36: Der steuerliche Wert der Schenkung sinkt dadurch enorm, sie können also einen deutlich höheren Firmenwert übertragen ohne die steuerlichen Freibeträge der Kinder zu sprengen.

00:23:46: Wahnsinn!

00:23:47: Und es wird noch besser.

00:23:48: wenn der Familienpool beispielsweise vermietete Wohnimmobilien hält sieht das Gesetz unter bestimmten Voraussetzungen sogar noch einen pauschalen Wertabschlag von zehn Prozent

00:23:58: vor.

00:23:59: okay das heißt durch so eine kluge Architektur lässt sich die Steuerlast wirklich legal und systematisch fast schon auf null minimieren.

00:24:08: Absolut!

00:24:08: Also dieser steuerliche Hebel ist absolut überzeugend, aber ich kenne natürlich auch die Realität in den Chefetagen.

00:24:16: Wenn man einem fünfundfünfzigjährigen Patriarchen der sein Unternehmen aus dem sprichwörtlichen Nichts aufgebaut hat erklärt überschreibe mal achtzig Prozent der Vermögenswerte deiner Firma auf deine Mitte.

00:24:27: zwanzigjährige Kinder Da stößt man doch auf massiven psychologischen Widerstand, oder?

00:24:33: Die meisten Unternehmer wollen in diesem Alter die Kontrolle noch gar nicht abgeben.

00:24:38: Das ist ihr Baby!

00:24:39: Und genau an diesem psychologischem Punkt entfaltet der Familienpool seine wahre Brillanz.

00:24:45: Wie das?

00:24:46: Wir arbeiten hier mit einer strikten Trennung von Kapital- und Stimmrecht.

00:24:50: Das Prinzip ähnelt so ein bisschen einer Corporate Holding, wir übertragen zwar das nackte Vermögen – also die Gesellschaftsanteile an die nächste Generation?

00:25:00: Aber wir verankern im Gesellschaftsvertrag der Familiengesellschaft absolut unumstößlich dass der übergebende Senior die alleinige Geschäftsführung behält… Und das oft auf Lebenszeit!

00:25:11: Aha, das bedeutet also die Kinder sind zwar auf dem Papier vermögend.

00:25:15: Sie halten diese Anteile am Lebenswerk...

00:25:18: Aber sie können eben nicht ins Steuer greifen!

00:25:21: Genau der Senior entscheidet weiterhin völlig autark welche Investitionen getätigt werden ob eine Immobilie verkauft wird und welche strategische Richtung das Unternehmen generell einschlägt.

00:25:32: Das ist natürlich stark.

00:25:33: Er verschenkt dem bilanziellen Wert, er nutzt die steuerlichen Freibeträge seiner Kinder optimal aus aber und das ist das Wichtigste – er behält die unternehmerische Kontrolle zu einhundert Prozent.

00:25:45: Verstehe!

00:25:46: Das ist psychologisch für viele Unternehmer der alles entscheidende Faktor den Prozess dieser Übergabe überhaupt erst anzustoßen.

00:25:54: Das ist wirklich eine architektonische Meisterleistung.

00:25:58: Wenn ein Unternehmer das nun hört und sagt verstanden Testament allein reicht definitiv nicht.

00:26:03: Ich brauche eine strategische vorweggenommene Erbfolge, vielleicht genau diesen Familienpool.

00:26:08: Dann wäre doch der instinktive nächste Schritt für viele – ich greife zum Hörer, rufe mein angestammtes Notariat an und bitte darum mir mal so einen Familienpool aufzusetzen!

00:26:18: Ist das der richtige Weg?

00:26:19: Hier müssen wir aus unserer Beratungspraxis heraus wirklich ein ganz klares Warnschild aufstellen….

00:26:24: Okay

00:26:25: wieso?!

00:26:25: Der

00:26:26: Rat gehen Sie damit einfach zum Notar, der greift in diesem hochkomplexen Umfeld viel zu kurz.

00:26:31: Um das ganz deutlich vorabzusagen – notare sind essentielle absolut unverzichtbare Partner.

00:26:37: Ohne die notarielle Beurkundung und die formale Umsetzung ins Handels- oder Grundbuch funktioniert am Ende gar nichts!

00:26:43: Aber ein Notar prüft in der Regel eben nicht die strategische Gesamtlage.

00:26:48: Erklären Sie uns doch mal den Unterschied in der Herangehensweise.

00:26:51: Was genau macht er?

00:26:52: notar?

00:26:54: haben und ihm vortragen.

00:26:56: Er baut ihnen die rechtliche Maschine formal zusammen, er ist aber nicht zwingend dafür zuständig völlig ungefragt zu analysieren ob die steuerliche Strategie ihres Steuerberaters, die drohen in Pflichtteilsansprüche von vielleicht Kindern aus einer früheren Ehe und das bestehende Gesellschaftsrecht ihrer operativen Firma wirklich fehlerfrei

00:27:18: ineinandergreifen.".

00:27:24: Wenn es in der Nachfolge kracht, dann kracht das fast immer genau an den Nahtstellen zwischen diesen isolierten Disziplinen.

00:27:31: Und genau deshalb sehen wir in unserer Beratungspraxis immer wieder wie wichtig eine übergeordnete Instanz ist.

00:27:36: Der Prozess muss zwingend koordiniert ablaufen!

00:27:40: Wir analysieren die alten Gesellschaftsverträge, wir berechnen diese gefährlichen Pflichtteilsrisiken, konzipieren dann die Architektur des Familienpools und sichern ab dass die personelle Verflechtung einer Betriebsaufspaltung nicht aus versehen zerstört wird.

00:27:55: Wahnsinn was da alles dran hängt!

00:27:56: Ja...

00:27:57: Und wo nötig verhandeln wir eben auch Pflichteilsverzichte mit den Familienmitgliedern?

00:28:03: Und erst dann, wenn das gesamte Bauwerk architektonisch sturmfest und absolut wasserdicht ist.

00:28:09: Dann koordinieren wir die finale formale Umsetzung mit dem Notar!

00:28:13: Das

00:28:13: bringt uns glaube ich perfekt zum Kern unserer heutigen Analyse.

00:28:16: Ja?

00:28:17: Das Unternehmensnachfolger ist kein Word-Dokument dass man einmal unterschreibt und dann für zwanzig Jahre im Tresor ablegt.

00:28:24: Es ist ein lebendiges hochkomplexes System in dem Erbrecht, Gesellschaftsrecht und Steuern wie Zahnräder präzise ineinandergreifen müssen.

00:28:33: Ein einziger Fehler – ein blockierender Gesellschaftsvertrag oder ein steuerlicher Fehltritt kann das gesamte Getriebe völlig

00:28:40: zerstören.".

00:28:41: Das ist die ungeschönte Realität ja!

00:28:44: Und deshalb möchte ich den Zuhörern zum Abschluss noch einen Gedanken mitgeben der weit über den heutigen Tag hinausgeht.

00:28:51: Gerne?

00:28:52: Das Steuerrecht und gerade das Erbschaftssteuerrecht stehen in Berlin permanent unter Beschuss- und vor potentiellen Reformen.

00:28:59: Ein starres Testament ist immer nur eine Momentaufnahme von heute.

00:29:05: Eben, wenn sich die politischen Rahmenbedingungen in den nächsten fünf bis zehn Jahren drastisch ändern – wie Agil dann ihre aktuelle Nachfolgeregelung?

00:29:15: Ihr Lebenswerk muss ja nicht nur die Gesetze von heute überleben sondern auch die von morgen!

00:29:19: Eine wirklich sehr wichtige Frage, die man definitiv nicht unbeantwortet lassen sollte.

00:29:24: Absolut!

00:29:25: Wenn Sie bei der Beantwortung dieser Frage für eigenes Unternehmen feststellen das Ihre Architektur vielleicht noch nicht zu hundert Prozent zukunftssicher ist... Wir

00:29:33: stehen da sehr gerne zur Seite.

00:29:34: Ein erstes Kennenlernen zur Einschätzung Ihrer individuellen Situation ist völlig unkompliziert.

00:29:40: Sie können ganz einfach auf der Website ein Online-Termin vereinbaren Sehr gerne auch als bequeme Videocall.

00:29:46: Wir bedanken uns für Ihre Zeit und Ihr tiefes Interesse an diesem hochkomplexen Thema.

00:29:50: Bis zum nächsten Mal!

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