Der unsichtbare Countdown: Erbe, Bank & Steuerfalle

Shownotes

Über protego legal

protego legal ist eine auf Erbrecht und Vermögensnachfolge spezialisierte Kanzlei, bestehend aus drei Fachanwälten für Erbrecht. Wir unterstützen Privatpersonen, Familien und Unternehmer dabei, ihre Nachfolge vorausschauend zu gestalten, Vermögen zu schützen, erbrechtliche Ansprüche durchzusetzen und Nachlässe rechtssicher abzuwickeln.

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Rechtlicher Hinweis:Dieser Podcast dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Die rechtliche und steuerliche Beurteilung hängt stets von den konkreten Umständen ab.

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00:00:00: Stellt dir vor, du steckst da gerade mitten in einer der absolut emotionalsten Ausnahmesituationen deines Lebens überhaupt.

00:00:20: Du hast gerade einen wirklich nahen Angehörigen verloren.

00:00:23: Ja eine extrem schwere Zeit!

00:00:25: Genau.

00:00:25: Der Kopf ist ohnehin schon randvoll, diese Trauer ist überwältigend und gleichzeitig bricht dann dieses absolute organisatorische Chaos über dich herein.

00:00:34: Das ist ja oft so, man funktioniert da nur noch...

00:00:37: Absolut!

00:00:37: Du musst die Beerdigung planen du musst unzählige Abos kündigen Versicherungen informieren und dann kommt dieser eine Moment in dem du bei der Bank anrufst einfach um die finanzielle Seite zu klären.

00:00:49: Die Bankmitarbeiterin ist total freundlich, die friert die Konten ein, sperrt die Karten und sagt ihr dann am Telefon diesen einen Satz.

00:00:57: Nämlich wir haben den Todesfall vermerkt und melden das jetzt routinemäßig ans Finanzamt

00:01:03: Und da fällt vielen erst mal ein Stein vom Herzen.

00:01:06: Richtig Für viele Erben ist das paradoxerweise so ein Moment der totalen Erleichterung.

00:01:11: Man wängt sich so Puh, wenigstens Einhaken auf dieser endlosen Liste!

00:01:16: Die Behörden wissen Bescheid, dass läuft jetzt alles automatisch im Hintergrund und steuerlich bin ich damit fein

00:01:21: raus.".

00:01:22: Ja... Und genau in diesem Moment, also dieser vermeintlichen Erlechterung schnappt im Grunde eine der gefährlichsten Fallen im Erbrech zu.

00:01:31: Echt?

00:01:33: Es ist ja psychologisch völlig verständlich, dass man in so einer massiven Stresssituation irgendwie nach Entlastung sucht.

00:01:38: Wir alle mögen das wenn bürokratische Dinge einfach von selbst passieren.

00:01:42: Aber diese automatische Meldung der Bank?

00:01:45: Das ist definitiv kein Freifahrtschein für dich als Erben!

00:01:49: Stopp – Der Bank hat gerade einen unsichtbaren Countdown gestartet und wenn du dich jetzt einfach zurücklehnst, läufst Du Massivegefahr am Ende tatsächlich mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehungen konfrontiert zu werden.

00:02:02: Uff, okay das ist natürlich ein richtig hartes Erwachen.

00:02:06: Du denkst du hast diese ganze Steuerbox auf deiner To-do Liste quasi abgehakt aber eigentlich hast du nur einen Timer aktiviert.

00:02:12: Ganz genau!

00:02:13: Dann lass uns doch genau da heute ansetzen für unseren Deep Dive.

00:02:16: Unsere Mission heute ist herauszufinden wie man diesen Timer stoppt bevor es richtig brenzlig wird.

00:02:24: Wir wollen diesen steuerlichen Dreiklang nach einem Erbfall entwirren.

00:02:28: Sehr guter Plan.

00:02:29: Also.

00:02:29: Was genau passiert in dem Moment, in dem ich der Bank den Todesfall melde?

00:02:33: Zum Beispiel indem ich da diese Sterbeokunde einreiche.

00:02:36: Was läuft dazwischen der Bank und dem Finanzamt eigentlich ab?

00:02:40: Also

00:02:40: Banken, Sparkassen und übrigens auch Versicherungen unterliegen in Deutschland einer wirklich strengen gesetzlichen Meldepflicht.

00:02:48: Sobald die offiziell vom Tod eines Kunden erfahren müssen sie in der Regel also innerhalb eines Monats eine Meldung an das zuständige Finanzamt machen.

00:02:56: Ah

00:02:56: okay!

00:02:57: Aber, und das ist wichtig.

00:02:59: Die melden dann nicht einfach nur die Tatsache dass da jemand verstorben ist?

00:03:04: Dafür haben wir ja die Standesämter in Deutschland.

00:03:06: Stimmt Ja!

00:03:07: Die Banken melden hochspezifische steuerlich relevante Vermögensdaten.

00:03:12: Das ist alles im Paragraf dreiund dreißig des Erbschaftssteuergesetzes geregelt.

00:03:16: D.h.,

00:03:16: das Finanzamt bekommt da quasi so einen Konto auszugeschickt.

00:03:20: Was genau steht da drin?

00:03:21: Ist es der Kontostand von dem Tag an dem ich bei der Bank angerufen habe?

00:03:25: Nein Ähm, das ist viel präziser.

00:03:28: Das Finanzamt verlangt den exakten Kontostand und zwar genau zu Beginn des Todestages.

00:03:34: Zu Beginn?

00:03:35: Ja!

00:03:35: Der Gesetzgeber will sozusagen einen absolut unverfälschten Schnappschuss des Vermögens in der Sekunde des Todes haben also bevor irgendwelche Abbuchungen, Daueraufträge oder was ja auch vorkommt, Abhebungen durch Angehörige das Bild irgendwie verzerren können

00:03:52: Verstehe.

00:03:53: Und es wird eben nicht nur das reine Guthaben gemeldet, sondern zum Beispiel auch die sogenannten Stückzinsen.

00:03:58: Stück-Zinsen?

00:03:59: Das klingt jetzt wieder nach so einem typischen Bankenjargon.

00:04:03: Es sind wahrscheinlich Zinsen, die sich im Hintergrund irgendwie schon angesammelt haben aber noch gar nicht offiziell auf dem Konto gutgeschrieben wurden oder?

00:04:10: Exakt!

00:04:10: Genau das ist es.

00:04:11: Stell dir mal vor der Verstorbene hatte so ein Festgeldkonto bei dem die Zinsens immer am einund dreißigsten Dezember ausgezahlt werden.

00:04:19: Okay ja

00:04:21: Wenn der nun aber am dreißigsten Juni stirbt, dann hat das Konto ja ein halbes Jahr lang Zinsen erarbeitet sozusagen.

00:04:27: Ah ok!

00:04:28: Ja logisch... Zinssen sind am Todestag zwar noch nicht auf dem Kontoauszug sichtbar, aber sie existieren ja als wirtschaftlicher Wert und die Bank berechnet diesen unsichtbaren Wert dann tagesgenau und meldet ihn ans Finanzamt.

00:04:42: Wahnsinn!

00:04:43: Weil das Finanzamt will nämlich den wahren vollständigen Wert des Vermögens wissen keinen Cent mehr oder weniger.

00:04:51: Es gibt da eigentlich nur eine kleine bürokratische Ausnahme.

00:04:55: Und die wer?

00:04:56: Liegt das Gesamtguthaben bei diesem einen Institut unter fünf tausend Euro, dann darf die Bank die Meldung weglassen.

00:05:03: Okay!

00:05:03: Das leuchtet ein einfach damit die Ämter nicht in Zetteln über Beträge von irgendwie hundertfünfzig Euro ertrinken.

00:05:09: ne?

00:05:09: Genau.

00:05:10: Aber was ist denn mit Dingen, die gar keinen direkten Kontostand im Sinne haben also zum Beispiel so'n Bankschließfach?

00:05:17: Mein Opa hatte einen Schließfach und nicht mal meine Oma wusste so genau, was da eigentlich drin lag.

00:05:23: Wie meldet die Bank denn etwas von dem sie den Inhalt gar nicht kennt?

00:05:27: Das ist ein sehr guter Punkt!

00:05:29: Die Bank hat ja keinen Schlüssel zum Schließfach also Sie darf es auch gar nicht einfach aufmachen.

00:05:34: trotzdem muss sie dieses Schließ fach melden.

00:05:37: Und was melden die dann?

00:05:38: Sie meldet dem Finanzamt einfach die bloße Existenz dieses Faches und das is jetzt der entscheidende Hebel den Versicherungswert.

00:05:47: Ah, clever!

00:05:48: Ja.

00:05:49: Wenn also ein Schließfach mit sagen wir mal bis zu hunderttausend Euro versichert ist dann weiß das Finanzamt natürlich sofort, oh da könnte etwas sehr Werthaltiges drin liegen.

00:05:58: Macht Sinn

00:05:58: Das Finanzamt wird dann später im Rahmen der Steuererklärung ganz gezielt bei dir als Erben nachfragen was genau denn nach der Öffnung des Schließwachs darin gefunden wurde.

00:06:08: Weißt du ich habe da gerade so'n Bild im Kopf?

00:06:11: Das Vorgehen in der Bank wie so ein steuerlicher Blitzer auf der Autobahn, oder?

00:06:16: Wie meinst du das?

00:06:17: Naja

00:06:17: die Bank macht genau am Todestag ein extrem scharfes Foto vom finanziellen Tempo des Airplassers quasi.

00:06:24: So einen Schnappschuss auf die Millisekunde genau!

00:06:28: Aber dieser Blitzer erfascht eben nur das Auto – er kennt nicht die ganze Reiseroute der Vergangenheit und weiß auch nicht was die Beifahrer so treiben…

00:06:36: Das trifft es wirklich perfekt... Und wie unscharf und teilweise auch irreführend dieser Blitzerschnappschuss in der Praxis eigentlich sein kann, das sehen wir immer ganz besonders deutlich bei den sogenannten Oderkonten.

00:06:48: Oderkonton?

00:06:49: Du weinst diese klassischen Gemeinschaftskonten die eigentlich fast jedes Ehepaar hat?

00:06:54: Genau die!

00:06:54: Moment mal, aber wenn meine Eltern ein gemeinsames Konto haben dann gehört doch rechtlich gesehen jedem die Hälfte oder?

00:07:01: Also wenn mein Vater jetzt stirbt meldet die Bank dann einfach fünfzig Prozent des Guthabens an das Finanzamt?

00:07:07: Logisch betrachtet würde man das absolut annehmen

00:07:10: ja.

00:07:10: Aber die Mechanik im Steuerrecht die funktioniert da ein bisschen anders.

00:07:14: Die Bank meldet bei einem Gemeinschaftskonto nämlich das gesamte Guthaben

00:07:18: Wie das Gesamte

00:07:19: Ja ungeteilt also voller hundert Prozent an das zuständige Finanzamt.

00:07:23: Warum das denn?

00:07:24: Also wenn da hundertausend Euro draufliegen, dann weiß die Bank doch dass es zwei Kontoinhaber gibt oder nicht.

00:07:30: Ja

00:07:30: klar!

00:07:30: Die Bank weiß, dass es Zwei-Inhaber gibts aber weder die Bank noch das Finanzamt wissen wem das Geld im Innenverhältnis also intern in der Ehe tatsächlich gehörte.

00:07:40: Ah ok verstehe

00:07:42: Vielleicht hat ja nur der Ehemann jahrelang sein hohes Gehalt da eingezahlt und die Ehefrau hatte gar kein eigenes Einkommen Oder halt umgekehrt.

00:07:51: vielleicht war das auch ein Erbe dass nur der Frau gehörte, aber es floss halt auf das gemeinsame Konto.

00:07:56: Stimmt!

00:07:57: Und weil das Finanzamt diese ganzen internen familiären Absprachen einfach nicht kennt geht es im ersten Schritt pauschal erst mal davon aus, dass das gesamte Geld dem Verstorbenen gehört haben könnte.

00:08:07: Boah,

00:08:08: das muss doch für überlebende Ehepartner ein absoluter Schock sein.

00:08:12: Du hast da gerade deinen Partner verloren, denkst die Hälfte des Geldes auf dem Konto ist dein eigenes hart erspartes Geld.

00:08:19: und plötzlich behandelt das Finanzamt diese ganzen hunderttausend Euro so als wäre es komplett das Vermögen des Verstorbenen, dass jetzt versteuert werden muss!

00:08:27: Genau das passiert in der Praxis ständig – und es liegt dann eben in der Nachweispflicht des überlebenden Ehepaartners dem Finanzamt ganz genau aufzuschlüsseln, woher das Geld eigentlich stammte.

00:08:40: Was für ein Aufwand?

00:08:41: Absolut!

00:08:42: Man muss dann beweisen dass ein Teil davon schon immer das eigene bereits versteuerte Vermögen

00:08:46: war.

00:08:46: Okay also wenn wir jetzt mal kurz festhalten, dass die Bank so einen extrem detaillierten Bericht ans Finanzamt schickt Da stellt sich mir direkt die nächste Frage Welche?

00:08:56: Wenn das Finanzamt diesen krassen Blitzerschnapschuss schon hat, warum reicht den das dann nicht aus?

00:09:01: Also wenn die schon wissen der liegen jetzt hunderttausend Euro.

00:09:04: Warum fordern sie dann noch was von mir als Erben?

00:09:07: Warum bin ich da nicht einfach fein raus?

00:09:09: Weil um in deinem schönen Bild zu bleiben Das Radar der Bank deckt halt nur die eigene kleine Straße ab.

00:09:16: Die Bank sieht ihr eigenes Girokonto und Ihr eigenes Depot.

00:09:21: Die weiß aber absolut nichts von der vermieteten Eigentumswohnung in München.

00:09:26: Sie kennt das Ferienhaus in Spanien nicht?

00:09:28: Stimmt, woher auch.

00:09:30: Genau!

00:09:31: Die weiß nichts vom physischen Goldmünzensammlung im heimischen Tresor und sie hat natürlich keine Ahnung welchen Wert die Familien eigene Handwerksfirma vielleicht hat.

00:09:41: Das Finanzamt hat durch diese Bankmeldungen also ein ziemlich unvollständiges Puzzle

00:09:45: Verstehe

00:09:47: Und deshalb hat der Gesetzgeber den zweiten absolut entscheidenden Schritt eingebaut.

00:09:52: Und das ist deine persönliche Anzeigepflicht als Erbe nach Paragraf dreißig.

00:09:56: Das ist also der Teil, wo ich selbst aktiv werden muss?

00:09:59: Was genau verlangt das Gesetz da von mir?

00:10:02: Jeder Erwerb von Todeswegen – also schlichtweg alles was du erbst – muss innerhalb von drei Monaten, nachdem du davon erfahren hast beim zuständigen Finanzamt gemeldet werden

00:10:11: Drei Monate!

00:10:12: Okay Ja

00:10:14: Dieser Anzeige, die ist formlos.

00:10:16: Das bedeutet es reichte im Grunde ein einfacher Brief in dem du schreibst Hallo ich habe geerbt.

00:10:22: das sind die Personalien des Verstorbenen das sind meine eigenen Daten und der Nachlass besteht grob aus diesen und jenen Vermögenswerden.

00:10:30: Aber lass uns hier mal kurz so einen kleinen Realitätscheck machen.

00:10:32: ja nehmen wir mal an nicht Erbe von meiner Mutter da geht es sagen wir mal nur um fünfzig tausend Euro.

00:10:39: Der gesetzliche Steuerfreibetrag für mich als Kind, der liegt ja bei vierhunderttausend Euro.

00:10:44: Das heißt es ist völlig sonnenklar dass ich da malenweit von jeglicher Steuerlast entfernt bin.

00:10:50: Es wird null Euro Erbschaftssteuer anfallen.

00:10:53: Ja das ist richtig.

00:10:54: Warum soll ich mich dann hinsetzen und dem Finanzamt noch extra einen Brief schreiben der ohnehin nur bürokratischen Aufwand für alle Beteiligten bedeutet?

00:11:02: Das ist ein sehr häufiger und ehrlich

00:11:04: gesagt auch sehr gefährlicher

00:11:05: Gedankengang

00:11:06: Echt?

00:11:07: Der Grund ist eigentlich ganz einfach,

00:11:09: der startet in Deutschland

00:11:10: das alleinige Monopol auf die Festsetzung von Steuern.

00:11:13: Es ist rechtlich gesehen überhaupt nicht deine Aufgabe als Bürger darüber zu entscheiden ob eine Steuer anfällt oder ob du unter irgendeinem Freibetrag

00:11:21: liegst.

00:11:21: Ah ok ich darf das gar nicht selbst entscheiden!

00:11:24: Richtig –

00:11:25: Das ist die rein hochheitliche Aufgabe des Finanzamts.

00:11:27: Deine einzige Aufgabe ist es die ungeschönten Fakten auf den Tisch zu legen Einfach damit dass Finanzamt diese Prüfung überhaupt erst durchführen kann.

00:11:35: Ok Und

00:11:36: deshalb gilt diese dreimonatige Anzeigepflicht absolut ausnahmslos, also völlig unabhängig davon wie hoch die Freibeträge am Ende sind.

00:11:43: Gut

00:11:44: das verstehe ich!

00:11:45: Die Behörde will halt selbst rechnen.

00:11:47: aber warte mal was ist denn wenn mein Vater gar kein handschriftliches Testament im Nachtschrank liegen hatte sondern dass alles ganz offiziell über ein Notar geregelt hat?

00:11:56: Der Notar schickt dieses Testament nach dem Tod ja ohnehin direkt ans Nachlassgericht.

00:12:02: Das Gericht eröffnet es dann, da sind doch die höchsten juristischen Instanzen quasi schon involviert ne?

00:12:08: Ja das stimmt!

00:12:09: Bekommt das Finanzamt von denen nicht automatisch auch eine

00:12:12: Meldung?!

00:12:13: Da muss ich als Erbe doch nicht denselben Sachverhalten nochmal aufschreiben – das wäre ja totale doppelte Arbeit.

00:12:19: Du sprichst hier wirklich einer der türkischsten Ausnahmeregelungen im Erbschaftssteuerrecht an….

00:12:23: Du hast nämlich in der Theorie absolut recht.

00:12:26: Wenn ein notarielles Testament oder auch ein notarieller Erbvertrag vorliegt, das dann von einem deutschen Gericht oder Notar eröffnet wurde und sich dein Verwandtschaftsverhältnis – und damit ja auch deine Steuerklasse daraus völlig unzweifelhaft ergibt?

00:12:41: Dann entfällt deine persönliche Anzeigepflicht tatsächlich!

00:12:44: Herr Vorragen, da kann ich mich doch aufm Sofa zurücklehnen…

00:12:47: Eben nicht

00:12:48: ….

00:12:48: denn dieser Ausnahme hat eine riesige

00:12:50: Schwachstelle

00:12:52: Und die wäre

00:12:53: Sie gilt in dem Moment nicht mehr, indem bestimmte Vermögenswerte Teil des Nachlasses sind.

00:12:58: Welche denn?

00:12:59: Sobald sich im Nachlass zum Beispiel Grundbesitz also Immobilien befindet oder Betriebsvermögen, Auslandsvermöhungen oder auch Anteile an Nichtbörsen notierten GmbHs dann ist diese Ausnahme sofort hinfällig.

00:13:11: Krass!

00:13:12: Und dann bist du als Erbe wieder voll in der Pflicht und musst zwingend innerhalb der drei Monate selbst melden.

00:13:17: Aber

00:13:17: warum denn?

00:13:18: Das ergibt doch irgendwie gar keinen Sinn, wenn der Notar das Testament doch an das Gericht schickt!

00:13:22: Warum macht ein Haus in dem Testament plötzlich diese ganze Ausnahme zu

00:13:26: Nichte?!

00:13:27: Das Gericht weiß doch dann dass es da einen Haus gibt.

00:13:29: Ja...das

00:13:30: Gericht weiss von dem Haus.

00:13:32: aber ein Notar oder ein Nachlassgericht stellt ja in erster Linie nur fest Wer erbt, die prüfen aber nicht den aktuellen wirtschaftlichen Wert der einzelnen Vermögensgegenstände.

00:13:44: Nehmen wir mal das Haus Immobilienwerte schwanken ja enorm

00:13:47: Das stimmt.

00:13:48: Der Notar schickt ja kein Gutachter los.

00:13:50: und zu Prüfen ob das Haus vor drei Monaten vielleicht Luxus saniert wurde oder ob es komplett baufällig ist Klar!

00:13:56: Das Finanzamt benötigt aber zwingend genau diese Information um den Wert des

00:14:01: Erbes korrekt zu bestimmen.

00:14:03: Bei einem reinen Bankkonto in Deutschland bekommt das Finanzamt den exakten Wert durch diese Bankmeldung, die wir ja vorhin besprochen haben.

00:14:09: Genau der Blitzer!

00:14:10: Aber

00:14:10: bei Immobilien, bei Firmen oder bei Auslandskonten da fehlt dem Finanzamts dieser objektive Wertmaßstab komplett und deshalb verlangt das Gesetz dass du als Erbe diese eher volatilen schwer greifbaren Vermögenswerte explizit selbst anzeigst.

00:14:27: Okay, das ist wirklich ein echtes Mienenfeld um mal zu verstehen, wie unfassbar schnell man da in der Praxis eigentlich einen falschen Schritt macht.

00:14:35: Lass uns das doch mal an einem ganz konkreten Beispiel durchspielen!

00:14:38: Sehr gerne!

00:14:39: Wir nehmen also eine ganz typische Familie.

00:14:41: Eine Tochter erbt von ihrem verstorbenen Vater – die Mutter lebt noch.

00:14:45: Die Finanzen sehen so aus... Es gibt das klassische Gemeinschaftskonto der Eltern bei der Sparkasse um die Ecke….

00:14:51: es gibt ein kleines Einfamilienhaus, in dem die Eltern gelebt haben Und der Vater hatte noch, sagen wir ein Wertpapier-Depot bei einer unselbstständigen Zweigstelle einer Deutschen Bank.

00:15:01: Drüben in Österreich!

00:15:03: Ein klassischer Fall

00:15:04: Das Testament wurde notariell gemacht.

00:15:06: Die Tochter lehnt sich jetzt also auf dem Sofa zurück und denkt sich Perfekt Die Sparkasse meldet das Konto Der Notar meldet des Testament ans Gericht.

00:15:14: Ich muss mich um Rhein gar nichts mehr kümmern.

00:15:16: Tja, und wenn wir diesen Fall jetzt auseinandernehmen Dann sehen wie diese Tochter gerade sehenden Auges In einem massives juristisches Problem läuft.

00:15:25: Ja, analysieren wir mal die Bausteine.

00:15:27: Die inländische Sparkasse meldet das Gemeinschaftskonto.

00:15:30: Das ist völlig korrekt.

00:15:31: der Mechanismus funktioniert.

00:15:33: Zweitens – dass Testament liegt beim Notar und wird eröffnet.

00:15:37: Das auch gut.

00:15:37: Zu weit so sicher!

00:15:38: Aber jetzt kommen die Problemfälle?

00:15:40: Was is denn mit dem Depot in

00:15:42: Österreich?!

00:15:43: Viele denken ja immer noch, das österreichische Bankgeheimnis schützt sie irgendwie vor deutschen Behörden….

00:15:48: Denkt man doch auch her.

00:15:49: Aber das ist ein Erdtum!

00:15:51: Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass eine Zweigstelle einer Deutschen Bank in Österreich den deutschen Meldepflichten voll unterliegt.

00:15:58: Ach was?

00:15:59: Das heißt auch diese österreichische Bank wird Daten an das Deutsche Finanzamt übermitteln.

00:16:04: Das bedeutet also...das Finanzamt hat eigentlich schon so gut wie alle Puselteile auf dem Tisch liegen.

00:16:10: Die deutsche Bank meldet die österreichischen Bank melde der Notar eröffnet das Testament.

00:16:16: Was fehlt denn dann noch?

00:16:17: Eigentlich nichts, das Finanzamt weiß vermutlich längst Bescheid.

00:16:21: Aber und dass ist der fatale Fehler der Tochter hier die gesetzliche Systematik greift unerbittlich.

00:16:27: Wegen des Einfamilienhauses also dem Grundbesitz und wegen des Depots in Österreich also dem Auslandsvermögen ist die Ausnahme durch das notarielle Testament rechtlich tot.

00:16:37: Die existiert für sie einfach nicht mehr.

00:16:39: Die Tochter ist gesetzlich absolut zwingend verpflichtet, diesen Erbfall innerhalb von drei Monaten selbst noch mal anzuzeigen.

00:16:46: Und was passiert wenn Sie das einfach nicht tut?

00:16:49: Also wenn Sie diese drei Monate verstreichen lässt in dem guten Glauben, dass ja alle anderen schon gemeldet haben...

00:16:54: Dann erfüllt sie und das es das Schlimme auch völlig ohne böse Absicht den Tatbestand der Steuerhinterziehung durch unterlassen!

00:17:02: Bitte

00:17:02: was?!

00:17:03: Ja Sie hat eine aktive steuerliche Mitwirkungspflicht verletzt.

00:17:07: Und das ist im deutschen Steuerrecht absolut kein Kavaliersdelikt!

00:17:11: Das ist ja unglaublich, du wirst zum Steuerhinterzieher einfach weil du auf dem Sofa sitzen bleibst und dem System vertraust dass die Bürokratie sich irgendwie selbst regelt.

00:17:19: Genau so ist es...

00:17:20: ...und das hat ja noch ne viel weitreichendere Konsequenz, die wir an der Stelle unbedingt erklären müssen.

00:17:26: Es geht da um das Thema Verjährung, ne?

00:17:28: Wenn ich mich nicht melde dann tickt die Uhr des Finanzamts ja ganz anders

00:17:32: Richtig?!

00:17:33: Ganz genau, wir sprechen da in der Fachsprache von der sogenannten Festsetzungsfrist und der Anlaufhemmung.

00:17:38: Okay, erklär mal!

00:17:40: Der Mechanismus funktioniert so – normalerweise hat das Finanzamt vier Jahre Zeit um eine Erbschaftssteuer gegen dich festzusetzen.

00:17:47: Wenn du als Tochter in unserem Beispiel BRAV innerhalb der drei Monate diesen formlosen Brief schreibst dann startest du damit quasi die Stoppuhr des Finanzamts.

00:17:57: Aha Und nach diesen vier Jahren ist die Frist dann abgelaufen und du hast absolute Rechtssicherheit.

00:18:03: Die Sache ist endgültig durch.

00:18:05: Aber weil sie den Brief eben nicht geschrieben hat, passiert was?

00:18:09: Weil sie die Anzeige nicht gemacht hat, greift die Anlaufhämmung.

00:18:12: Das bedeutet...die Stoppuhr des Finanzamts wird gar nicht erst gedrückt.

00:18:16: Oh nein!

00:18:17: Die Zeit fängt einfach nicht an zu laufen und wenn da noch wie in ihrem Fall der Vorwurf der Steuer hinterziehungen durch unterlassen im Raum steht Dann verlängert sich diese Frist extrem.

00:18:27: Auf.

00:18:27: wie

00:18:27: lange?!

00:18:27: Aus den regulieren vier Jahren werden plötzlich zehn Jahre, in besonders schweren Fällen sogar fünfzehn Jahre.

00:18:34: Das musst du dir mal auf der Zunge zergehen lassen!

00:18:37: Du sitzt da vielleicht zehn Jahre nach dem Tod deines Vaters entspannt beim Frühstück und plötzlich klopft das Finanzamt an die Tür und fordert Erbschaftssteuer für dieses alte österreichische Depot.

00:18:48: Plus massive Verspätungszuschläge und Zinsen wohl gemerkt.

00:18:51: Wahnsinn – und dass alles nur weil man ganz am Anfang vergessen hat diesen simplen formlosen Brief zu schreiben?

00:18:57: Das ist genau der Moment, in dem diese trügerische Sicherheit des eingefrorenen Bankkontos komplett in sich zusammenfällt.

00:19:03: Exakt!

00:19:04: Du lebst im Grunde ein Jahrzehnt lang mit so einem unsichtbaren Damokless-Schwert über den Kopf.

00:19:09: Deshalb ist diese drei Monatsfrist so elementar wichtig um einfach Rechtssicherheit zu schaffen.

00:19:14: Okay das sitzt?

00:19:15: Lass uns mal kurz durchatmen und die Struktur nochmal ordnen.

00:19:19: Wir haben Schritt eins Die Bankmeldung, die automatisch im Hintergrund abläuft.

00:19:24: Genau.

00:19:25: wir haben Schritt zwei Die drei Monatsanzeige nach Paragraf dreißig, also diesen simplen Brief den ich zwingend selbst schreiben muss um die Stoppuhr zu starten.

00:19:35: Sind wir damit am Ende des steuerlichen Dreiklangs?

00:19:38: Ist das Geld jetzt frei?

00:19:39: Noch nicht ganz!

00:19:40: Wir haben das Wort Steuererklärung bisher ja bewusst vermieden weil das oft durcheinander gebracht wird.

00:19:46: Nach der Bankmeldung und deiner formlosen Drei-Monats Anzeige kommt.

00:19:49: dann der dritte und letzte Schritt.

00:19:51: Das ist die tatsächliche detaillierte Erbschaftsteuererklärungen.

00:19:55: Da stellen sich bei vielen wahrscheinlich direkt die Nackenhaare auf.

00:19:58: Diese endlosen Formulare, unzählige Anlagen für den Grundbesitz... ...die genaue Berechnung von Beerdigungskosten.

00:20:06: muss ich dieses ganze Mathematikmonster auch innerhalb von drei Monaten unauffordert beim Finanzamt einreichen?

00:20:12: Nein und an dieser Stelle können wir wirklich Entwarnungen geben!

00:20:15: Die formelle Erbschaftssteuererklärung musst du erst abgeben wenn das Finanzamt dich explizit und schriftlich dazu aufforderte.

00:20:22: Das ist eine superwichtige Unterscheidung.

00:20:25: Die drei Monatsanzeige ist also quasi nur so mein Handheben im Klassenraum?

00:20:29: Hallo, ich bin da!

00:20:30: Ich habe geerbt und hier ist eine ganz grobe Liste von dem was es so gibt.

00:20:34: Ja Und die spätere Steuererklärung das ist dann die eigentliche detaillierte Klausur, die ich aber erst schreibe wenn der Lehrer sie mir austeilt.

00:20:42: Das ist ein sehr passendes Bild.

00:20:43: ja Wenn das Finanzamt nach deiner ersten Anzeige geprüft hat ob überhaupt Steuern anfallen könnten, dann schickt es dir die Aufforderung zur Steuererklärung.

00:20:54: Dafür gibt ihr die Behörde auch eine Frist.

00:20:56: Wie lang ist sie so?

00:20:57: Das

00:20:57: Gesetz schreibt vor dass diese Frist mindestens einen Monat betragen muss.

00:21:01: In der Praxis der Finanzämter ist das aber meistens etwas großzügiger bemessen und du kannst diese Frst in der Regel auch noch verlängern lassen.

00:21:09: Warum sollte man das tun?

00:21:10: Zum Beispiel weil du vielleicht noch auf finale Kontoumsätze der Bank wartest oder ein Sachverständiger erst noch ein ausführliches Wertgutachten für das vererbte Haus erstellen muss.

00:21:19: Das dauert ja oft Monate.

00:21:21: Stimmt!

00:21:21: Die Goldene Regel lautet also, die frisst für die einfache Anzeige läuft gnadenlos und automatisch ab – ab dem Moment in dem du vom Erbe erfährst.

00:21:30: Auf die komplexe Steuererklärung darfst du warten bis du Post bekommst.

00:21:33: Das

00:21:34: bringt echt enorm viel Klarheit in diesen ganzen Prozess….

00:21:37: Aber weißt du, wenn ich mir all das so anhöre?

00:21:40: Bankmeldungen die irgendwelche Stück Zinsen berechnen.

00:21:42: Meldepflichten, die sofort wieder aufgehoben werden, wenn ein Haus im Spiel ist.

00:21:47: Drohende zehn Jahresverjährungsfristen nur weil ich eine unselbständige Bankzweigstelle im Ausland übersehen habe.

00:21:54: Das alles zu navigieren, das erfordert doch einen extrem kühlen analytischen Kopf!

00:22:00: Und wie wir ganz am Anfang gesagt haben den hat man in dieser tiefen Trauerphase nach einem Todesfall meistens einfach nicht.

00:22:06: Ab welchem Punkt in diesem Labyrinth würdest du denn sagen, sollte man aufhören es selbst zu versuchen und sich stattdessen professionelle Unterstützung holen?

00:22:15: Also sachlich betrachtet gibt es da sehr klare Indikatoren bei denen ein anwaltlicher oder auch steuerlicher Beistand nicht nur beruhigend sondern absolut essentiell für den Schutz der Erben ist.

00:22:28: Welche sind das?

00:22:29: Der erste Punkt war ja bereits in unserem Praxisbeispiel gut sichtbar sobald Auslandsvermögen im Spiel ist Das internationale Steuerrecht.

00:22:37: Irgendwelche Doppelbesteuerungsabkommen und fremde Bankensysteme, das ist derart komplex dass man da als Laie fast zwangsläufig entfallen tappt.

00:22:46: Macht Sinn!

00:22:47: Und was noch?

00:22:48: Der zweite Punkt ist Betriebsvermögen.

00:22:50: also wenn du ein Unternehmen oder GmbH-Anteile erbst.

00:22:54: Da geht es dann um hochkomplexe Unternehmensbewertungen und die Inanspruchnahme von sogenannten Verschonungsabschlägen – das sind gesetzliche Steuererleichterungen für Betriebe

00:23:03: Verstehe.

00:23:04: Da geht es ja auch schnell um die berufliche Existenz der Mitarbeiter, da darf einfach absolut kein Fehler passieren.

00:23:09: Klar.

00:23:10: Und was passiert bei dem berühmten Skelett im Schrank?

00:23:15: Wenn ich bei der Sichtung meines verstorbenen Vaters merke, da sind Dokumente über ein Konto in der Schweiz, das nie in seiner normalen Einkommenssteuererklärung auftauchte.

00:23:27: Oder ich finde Notizen, dass er eine vermietete Garage jahrelang barkassiert und den Finanzamt verschwiegen hat.

00:23:33: Das ist der dritte und rechtlich gesehen brisanteste Punkt!

00:23:37: Wenn du solche Unklarheiten über die steuerliche Vergangenheit des Erblassers entdeckst, dann befindest Du Dich ab sofort in einer massiven Gefahrenzone.

00:23:45: Warum genau?

00:23:46: In Deutschland gilt bei einem Erbfall das Prinzip der Gesamtrechtsnachfolge.

00:23:51: Das bedeutet?

00:23:52: Es bedeutet, Du erbst eben nicht nur das tolle Haus und das Auto sondern du trittst komplett in die Fußstapfen des Verstorbenen Und erbst damit auch alle seine rechtlichen Pflichten.

00:24:04: Entdeckst du, dass der Verstorbene Steuern hinterzogen hat.

00:24:08: Bist Du als Erbe gesetzlich zwingend verpflichtet das dem Finanzamt unverzüglich zu melden und die alten Steuererklärungen zu korrigieren?

00:24:16: Das heißt also wenn ich jetzt aus falsch verstandener Loyalität zu meinem Vater diese Papiere einfach schnell im Schredder verschwinden lasse Dann

00:24:23: machst Du Dir die Steuerhinterziehung des Verstorbenen quasi zu eigen.

00:24:27: Ach Du meine

00:24:28: Güte Ja!

00:24:30: Du wirst rechtlich gesehen selbst zum Täter und machst dich strafbar.

00:24:34: In so einer Situation darfst du wirklich absolut keinen einzigen Schritt ohne professionelle anwaltliche Begleitung gehen, einfach um dich selbst vor den strafrechtlichen Konsequenzen zu

00:24:45: schützen.".

00:24:48: Aber

00:24:50: selbst wenn der Nachlass völlig sauber und unkompliziert ist?

00:24:53: Ein Experte sorgt dafür, dass schon die allererste formlose Dreimonatsanzeige recht sicher fristgerecht und vor allem vollständig beim Finanzamt landet.

00:25:04: Diese Anzeige ist das Fundament, und wer da schon Fehler macht oder ungenauer Angaben liefert, der verbaut sich oft die Basis für spätere völlig legale Strategien zur Steueroptimierung im Rahmen der eigentlichen

00:25:15: Steuererklärung.".

00:25:16: Das leuchtet absolut ein!

00:25:17: Es geht ja gar nicht darum hier Panik zu verbreiten sondern einfach um sauberes, sicheres Handwerk zum Schutz des eigenen familiären Vermögens – wir fassen den wichtigsten Punkt dieses Diebdives noch mal in einem Satz zusammen….

00:25:30: Verlass dich niemals, wirklich niemals blind auf die automatische Meldung der Bank oder das notariale Testament.

00:25:37: Richtig!

00:25:37: Ja... Die Bank friert das Konto ein und meldet Daten aber das ersetzt nicht deine eigene aktive Pflicht.

00:25:44: du bist am Zug das Finanzamt über den gesamten Erbfall zu informieren und zwar innerhalb der ersten drei Monate.

00:25:51: Und wenn ich dir zum Abschluss noch einen einzigen Gedanken mitgeben darf Der die technische Seite so'n bisschen mit der Realität verbindet Sehr gern.

00:25:58: Das Finanzamt erfährt durch diese automatischen Bankmeldungen immer nur von den Konten und Depots, von deren Existenz die Banken auch wissen dass der Kontoinhaber dort verstorben ist.

00:26:07: Ah!

00:26:09: Okay Moment?

00:26:10: Genau.

00:26:10: Was aber wenn dein Angehöriger ein Schließfach bei einer völlig fremden Bank am anderen Ende der Stadt hatte Von dem nicht einmal du als Erbe etwas wusstest?

00:26:18: Krass ja

00:26:19: Du hast dieser fremde Bank natürlich keine Sterbeurkunde vorgelegt.

00:26:23: Also weißt die Bank gar nichts vom Tod Und meldet logischerweise auch nichts an das Finanzamt.

00:26:29: Das System dieser automatischen Meldung ist also immer nur exakt so gut wie das aktuelle Wissen der Beteiligten.

00:26:35: Die zentrale Frage, die du dir als Erbe also eigentlich stellen musst lautet – Wie gut kennst Du den tatsächlichen kompletten finanziellen Fußabdruck Deiner Angehörigen wirklich?

00:26:46: Wow, das ist wirklich ein Gedanke den man erst einmal verarbeiten muss.

00:26:50: Denn wenn man diesen unbekannten Fußabdruck plötzlich Jahre später durch Zufall entdeckt dann fängt diese ganze Mühle mit den Meldepflichten ja wieder komplett von Form an.

00:26:59: oft und der extremen Druck!

00:27:01: So ist es.

00:27:02: Besonders wenn man gerade den Verlust eines geliebten Menschen verarbeitet.

00:27:06: Man denkt, man hat die Steuerpflichten abgehakt aber vielleicht hat man gerade erst die Uhr gestartet?

00:27:12: Genau

00:27:13: Wenn du dich da draußen genau in dieser Situation befindest, sei es dass du gerade geerbt hast Unklarheiten bei der Bewertung von Immobilien bestehen Auslandsvermögen im Spiel ist oder du vielleicht sogar das Gefühl hast den finanziellen Fußabdrück des Verstorbenen noch gar nicht so komplett zu überblicken dann musst du diese Last wirklich nicht alleine tragen.

00:27:33: Wir haben da eine klare Empfehlung.

00:27:37: Das ist eine auf Erbrecht spezialisierte Kanzlei, die bundesweit in Deutschland tätig ist.

00:27:42: Die bringen die Erfahrung aus mehreren Tausend Erbfällen mit und fungieren so als vertrauensvolle Schnittstelle zwischen der steuerlichen Beratung und der notariellen Umsetzung.

00:27:52: Sie unterstützen dich hoch professionell, ruhig und sachlich bei all deinen Fragen zu Erbschaftssteuer, Nachlassabwicklung Und das Beste daran.

00:28:01: In einer Zeit, in der man ohnehin schon genug Lauferei hat, kannst du ein erstes Beratungsgespräch ganz unkompliziert per Videocall vereinbaren.

00:28:09: Den direkten Link um deinen Online-Termin zu vereinbaren findest Du in den Notizen zu dieser Ausgabe!

00:28:15: Vielen Dank fürs Zuhören bei diesem Deep Dive und bis zum nächsten Mal Bis zur nächsten Folge.

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